Evangelische
Kirchengemeinde
Hösel

Über uns

 

15 Gründungsmitglieder riefen am 29. Januar 2009 den „Verein zur Erhaltung der Adolf-Clarenbach-Kirche Hösel e.V.“ ins Leben.

 

Gemäß der verabschiedeten Satzung ist der Zweck des Vereins die Erhaltung der baulichen Substanz der denkmalgeschützten Adolf-Clarenbach-Kirche und der dem Gottesdienst dienenden Inneneinrichtung.

 

Der Förderverein ist eingetragen beim Amtsgericht Ratingen unter VR 0820. Der Mitgliedsbeitrag beträgt z.Zt. 60,00 € im Jahr und ist ebenso wie auch die Spenden steuerlich abzugsfähig.

 

Der Verein ist wegen Förderung des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege gemäß Körperschaftssteuerbescheid des Finanzamtes Düsseldorf-Mettmann Steuer-Nr. 147/5795/0888 als gemeinnützig anerkannt und von der Körperschaftssteuer befreit.

 

Der Förderverein hat jetzt 33 Mitglieder (Stand 03/2015) und würde sich über weitere Interessenten sehr freuen, die in Zeiten rückläufiger Kirchensteuereinahmen einen Mitgliedsbeitrag oder Spenden zur Erhaltung der Adolf-Clarenbach-Kirche leisten möchten.

 

v.l.n.r. Walter Stinshoff, Otto Schaumburg Tilo Breyer, Dr. Wolf Roth, Notar, Walter Wassenberg, Karin Breyer, Werner Wassenberg, Helmut Kuwertz, Werner Fänger, Werner Theus, Rotraut Sauer, Margot Stinshoff, Helga Napp, Helmut Roemer, Pfarrer Dr. Dieter Jeschke

 

Jahresbericht 2017


Am 12.03.2018 fand das Vereinsjahr 2017 des „Verein zur Erhaltung der Adolf-Clarenbach-Kirche e.V.“ mit der ordentlichen Mitgliederversammlung seinen offiziellen Abschluss.            

Unterstützt wurde vom Förderverein im Jahr 2017 die Sanierung der Kirchturmfenster und der Anstrich der Innenwände des Turmes mit einer Zuwendung in Höhe von 18.000,00 Euro an die ev. Gemeinde. Darin enthalten waren 2.500,00 Euro aus PS-Zweckerträgen der Sparkasse Hilden-Ratingen-Velbert. Die erfolgreich abgeschlossenen Arbeiten konnten am Tag des offenen Denkmals dem 10.09.2017 besichtigt werden. Der Verein veranstaltete begleitend einen Empfang im Foyer des Gemeindehauses.     

Die Gesamtsumme aller Förderprojekte seit dem Jahr 2009 beträgt inzwischen fast 100.000,00 Euro.        

Als nächstes unterstützt der Förderverein die Sanierung des Taufbeckens in der Adolf-Clarenbach-Kirche. Das Becken und der zugehörige Deckel, sowie einige Ziersteine auf der Rückseite des Altars sollen so vergoldet werden, wie die Altarvorderseite und der Taufbeckensockel bereits verziert sind.      

Für das Jahr 2019 plant der „Verein zur Erhaltung der Adolf-Clarenbach-Kirche e.V.“ einen Empfang zum 10-jährigen Jubiläum, denn der Förderverein wurde am 29.01.2009 gegründet. Mit 15 Gründungsmitgliedern startete der Verein und heute hat er 32 Mitglieder.          

Wie in jedem Jahr informieren sich die Mitglieder auf einem Ausflug zu Kirchen in der Nachbarschaft auch über deren Probleme und Lösungen mit Erhaltung und Pflege der Gebäude. 2017 besichtigte der Förderverein das Kloster Saarn und im Jahr 2018 ist ein Besuch der Dorfkirche in Bochum-Stiepel geplant.

Es wird in Zukunft wegen der immer angespannteren Finanzlage der Kirche sicherlich nicht leichter unsere denkmalgeschützte Kirche zu pflegen und zu erhalten, darum würde sich der Förderverein sehr über Spenden und auch über neue Mitglieder zur Unterstützung freuen.                 

Überweisungsvordrucke und Mitgliedsanträge liegen dem Flyer des Fördervereins bei.

Tilo Breyer

 

 

Vorstand

 

Walter Wassenberg

1.Vorsitzender
Tilo Breyer
Tel. 67602
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Stellvertreter
Walter

Wassenberg
Tel. 67191

Schatzmeister
Walter Stinshoff
Tel. 68790

 

Kontakt

 

Anschrift

„Verein zur Erhaltung der Adolf-Clarenbach-Kirche Hösel e.V.“

Bahnhofstr. 175

40883 Ratingen

Tel. 02102 / 9691-0

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Bankverbindung

Ver.z.Erh.d. Adolf-Clarenbach-Kirche Hösel e.V.

Sparkasse Hilden-Ratingen-Velbert

BLZ 33450000 - BIC:  WELADED1VEL

Konto-Nr. 42182139 - IBAN: DE84 3345 0000 0042 1821 39  

 

Unsere Kirche - ein Denkmal

 

Seit dem 15.1.1996 steht unsere Adolf-Clarenbach-Kirche in der Denkmalliste der Stadt Ratingen. Vorausgegangen war ein Antrag des Rheinischen Amtes für Denkmalpflege, Abtei Brauweiler in Pulheim vom 30.11.1992. Die Begründung zum Denkmalwert ist in drei Abschnitte unterteilt. Nachfolgend eine leicht gekürzte Wiedergabe der Begründung:

 

I. Städtebauliche Entwicklung

Hier beschreibt man die Entwicklung Hösels nach dem Bau der Eisenbahn gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Aus der Streusiedlung Hösel wurde eine geschlossene Siedlung. Es entstanden zahlreiche Häuser des gehobenen Bürgertums. Durch die gute Verkehrsverbindung wählten viele in Düsseldorf tätige, gut situierte Bürger ihren Wohnsitz in Hösel. So wurde beispielsweise1908 eine Wohnsiedlung im Landhausstil für vermögende Kaufinteressenten entworfen, um den Unannehmlichkeiten einer Großstadt entfliehen zu können. Infolge der wachsenden Bevölkerungszahl konnte die bis dahin besuchte , weit entfernt gelegene Linneper Kirche die Gläubigen nicht mehr aufnehmen. Auf Drängen der Höseler Bevölkerung entschloss sich das Presbyterium im Jahre 1929 zum Kirchenneubau an der Bahnhofstraße. Man wählte den Entwurf des Regierungsbaumeisters Karl Ackermann aus Düsseldorf, der mit seiner schlichten, aber dennoch modernen Gestaltung dem Wesen einer evangelischen Kirche am nächsten kam.

 

II. Baustil

Die Entwicklung eines neuen Baustils in der Sakralarchitektur vollzieht sich nach den 1. Weltkrieg. Voraussetzung dafür war eine grundlegende geistig theologische Wandlung, die bereits ihre Anfänge in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts hatte. Ziel der sogenannten "Liturgischen Bewegung" war eine Erneuerung des einzelnen mit der kirchlichen Gemeinschaft von innen her. Die neuen Kirchen sollten unmittelbar auf den Vollzug des Gottesdienstes angelegt werden. Die Funktion des Gebäudes trat in den Vordergrund. Neben der Funktion sollten aber auch "ideelle Sachverhalte" mit einbezogen werden. 1919 verfasste Otto Bartning seine grundlegende Schrift "Vom neuen Kirchenbau". Der moderne Kirchenbau nach 1918 ist zunächst noch den traditionellen Baustilen verhaftet. So werden traditionelle Grundrißtypen entsprechend dem neuen theologisch-liturgischen Anliegen verändert. Als Ergebnis entwickelt sich eine klar gegliederte, schlichte, längsrechteckige Raumanlage, sowie eine klare, eindeutige Achsenführung auf den Altarbereich. Ein weitgehender Verzicht auf dekorative Gliederungsformen im Innenraum unterstreicht die Konzentration auf das Wesentliche, das liturgische Geschehen. Große Fensteröffnungen werden vermieden. Blockhaft geschlossene Baukörper umschließen hüllenartig das Innere. Klare Umrisslinien bestimmen die Außengestalt der funktional gegliederten Baukörper.

 

III. Adolf-Clarenbach-Kirche

Die Einweihung erfolgte am 26.10.1930. Sie ist nach dem bergischen Märtyrer Adolf Clarenbach benannt. Planung und Errichtung wurden dem jungen Düsseldorfer Künstler, Architekten und Regierungsbaumeister Karl Ackermann übertragen. Er entwarf eine moderne, schlichte Kirche, die sich "mit geradezu vorbildlicher Einfühlung in das Landschaftsbild der Gegend einfügt" (Kommentar des Jahres 1930). Der Baustil dokumentiert die erste Entwicklungsphase der modernen Sakralarchitektur nach dem 1. Weltkrieg, die charakteristischerweise noch Ansätze an traditionelle Vorstellungen aufweist. Der Baukörper gliedert sich klar nach der jeweiligen funktionalen Anforderung in mehrere Gebäudeteile: mittig angeordnetes Eingangsportal mit seitlich davon anschließendem Umgang; Kerngebäude mit der Gotik entlehntem Stufengiebel, Spitzbogenfenstern mit kleinen Öffnungen sowie traditionellem Satteldach; seitlich Kirchturm mit Spitzbogenfenstern und verschiefertem Helmdach. Die für den Kirchenbau des Rheinlandes typischen Klinker- oder Ziegelfassaden unterstreichen den geschlossen wirkenden, blockhaften Charakter des äußeren Erscheinungsbildes. Der Grundriss nimmt die typische Mittelaxialität konsequent vom Eingangsportal beginnend bis zum Altarraum auf. Der echteckige Kirchenraum weist im vorderen Bereich eine Empore für die Orgel auf, die nur von 2 Stützen getragen wird. Der Raum wird durch ein Tonnengewölbe mit Stichkappen über den einzelnen Fensteröffnungen überspannt. Gewölbe und kleine Fensterflächen vermitteln den für diese Bauzeit typischen höhlenartigen, schützenden Charakter. Schlichte Innenraumgestaltung, Mittelaxialität mit mittig angeordnetem Gang und die zurückhaltende Belichtung leiten eine Konzentration des Betrachters aus das Wesentliche, das liturgische Geschehen, den Altar zu. Schmale Trennwände mit einer mittig angeordneten Rundbogenöffnung sowie ein leicht überhöhter, über Stufen zugänglicher Altarbereich bewirken eine zusätzliche Betonung. Auch heute noch dokumentiert die Adolf- Clarenbach-Kirche in sehr anschaulicher Weise die Anfänge der Moderne in der Sakralarchitektur. Sie ist als bedeutend für den Kirchenbau des Rheinlandes einzustufen,da sie den Zeitgeist und die Vorstellungen der liturgischen Bewegung und deren Umsetzung in der regionaltypischen Architektursprache wiederspiegelt. Für den Erhalt sprechen architekturgeschichtliche (wissenschaftliche) und städtbauliche Gründe.

 

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Tageslosung von Sonntag, 20. Mai 2018
Pfingstfest
Siehe, des HERRN Arm ist nicht zu kurz, dass er nicht helfen könnte, und seine Ohren sind nicht taub geworden, sodass er nicht hören könnte, sondern eure Verschuldungen scheiden euch von eurem Gott.
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